Wanderungen auf dem Rosengarten

Der Rosengarten ist ein Ausflugsparadies und die Vajolet-Hütte liegt mitten in dieser bezaubernden Landschaft. Von der Vajolet-Hütte aus sind verschiedene Wanderwege möglich: zu den berühmten Vajolettürmen (beliebtes Ziel aller Bergsteiger), dem Santner-Pass, Antermoia-Gipfel, Antermoia-Pass etc. Zahlreiche andere Berghütten sind von der Vajolet-Hütte erreichbar: die Gartlhütte (Rifugio Re Alberto), die Santnerpass-Hütte, die Gardeccia-Hütte, die Passo Principe-Hütte, die Antermoia-Hütte, die Rotwandhütte (Rifugio Roda), die Rosengartenhütte (Rifugio Coronelle) und weitere.

Die Berghütte ist Ausgangspunkt für zahlreiche Klettertouren: auf der berühmten Ostwand des Rosengartens (Steger-Führe – Kine-Führe – C.A.I. Altoadige-Führe – Dimai-Führe – Cresta Sud-Führe – Fantasia-Führe und viele mehr), auf die Punta Emma (über die Steger-Führe - Fedele-Führe - Piaz-Riss – Einstecker-Führe und viele mehr), auf die Vajolettürme (Delago Kante – Fehrmann Führe und Normale auf den Stabeler – Steger-Führe und Normale auf den Winkler), den Santnerpass Klettersteig und den Antermoia Rosengarten Klettersteig.

Wandertour von der Vajolet Hütte zur Roda di Vael-Rotwandhütte

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Ab der Schutzhütte Vajolet steigt man, dem Weg folgend, für ca. 300 m abwärts in Richtung Gardeccia und biegt dann nach rechts ab, zum Weg N. 541, der zum Cigolade Pass führt. Am Cigolade Pass angelangt, schlängelt sich derselbe Weg N. 541 abwärts bis zur Roda di Vael-Rotwandhütte.

Dauer: 2 ½ – 3 Stunden, Schwierigkeit: mittel bis leicht.

Weg Nr. 541

Schutzhütte Vajolet Richtung Gardeccia

Wandertour von der Vajolet Hütte bis zur Antermoia Hütte

Antermonia

Ab der Vajolet Hütte folgt man dem Weg N. 584, der zum Passo Principe–Grasleitenpass aufsteigt (1 Std.), um dann, immer auf dem Weg mit derselben Markierung, den Antermoia Pass und anschließend die Antermoia Hütte zu erreichen.

Dauer: 2 ½ Stunden, Schwierigkeit: mittel bis leicht.

Hier besteht auch die Möglichkeit, die Wanderung auf dem Weg N. 583 zum Lausa Pass fortzusetzen und weiter zum Scalette Pass, teilweise aus einem Klettersteig bestehend, um dann die Gardeccia Hütte zu erreichen. Ab hier geht’s dann auf dem Steig N. 546 zurück zur Vajolet Hütte.

Dauer der Wandertour ab der Antermoia Hütte: 4 Stunden.


Wandertour von der Vajolet Hütte zur Tierser Alpl Hütte

Tierser Alpl Hütte

Ab der Vajolet Hütte wählt man den Weg N. 584 in Richtung Passo Principe–Grasleitenpass, um dann dem Weg N. 554 zu folgen, der zum Molignon Pass führt und anschließend hinunter zur Tierser Alpl Hütte.

Dauer: 3 - 3 ½ Stunden, Schwierigkeit: mittel bis leicht.


Catinaccio/Rosengarten – Santner Pass - Klettersteig

Rosengarten Santner Pass

Technische Eigenschaften:

kurzer Klettersteig, durchgehend mit Stahlseilen gesichert, ein kurzer und einfacher Aufstieg auf einer Leiter, im Frühjahr Überquerung einer eisigen Halde (meist mit Stahlseil gesichert), der zweite Teil der Route erfordert absolute Trittsicherheit (Aufstieg auf nicht gesichertem Felsen, kurze Kletterabschnitte im I Grad)

Einstufung der Route:

97 % mit Stahlseil, 3 % mit Leitern

Gesamter Höhenunterschied im Aufstieg:

420 m, 2 Std.

Höhenunterschied bis zum Klettersteig-Einstieg:

270 m, 1 Std.

Höhenunterschied Klettersteig:

150 m, 1 Std.

Abstieg:

der Abstieg erfolgt entlang des Klettersteiges oder durch die Mulde des Gardeccia, vorbei am Coronelle Pass (kurze Beschreibung folgt)

Gesamtgehzeit:

3 ½ Std.

Wanderkarte:

TABACCO, Blatt 06, Val di Fassa

Zufahrt:

durch das Eggental bis kurz unter dem Karerpass - man folgt der Abzweigung zum Nigerpass bis zur Frommer Schwaige.

Ausgangspunkt:

Frommer Schwaige, Aufstieg mit dem Sessellift zur Fronza Hütte, 2339 m. Öffnungszeiten des Sessellifts im Sommer: vom 26.5. bis zum 26.6. und vom 5.9. bis ca. Mitte Oktober von 8:30 – 12:15 und von 13:30 – 17:30; vom 27.6. bis zum 4.9. von 8:00 – 12:15 und von 13:30 – 18:00.

Zugang zum Klettersteig:

oberhalb der Fronza Hütte (geöffnet vom 25.6 bis zum 25.9. – Restaurant geöffnet bis zum 25.10.) steigt man über zum Teil gesicherten Felsenstufen und folgt dann dem Steig N. 542s, der zum Klettersteig-Einstieg führt. Im oberen Abschnitt zum Einstieg sind einige kurze freie Kletterpassagen (I – II Grad) zu überwinden, die ausgesetzt und nicht gesichert sind.

Lage:

Westen

Empfohlene Zeit:

vom Mitte-Ende Juni bis Ende September.

Hinweise zur Klettersteig-Route:

Relativ kurze Route, die man erweitern kann, indem man die ganze Umrundung des Rosengartens zurücklegt. Der Auf- und Abstieg dem Klettersteig entlang erfordert Trittsicherheit und Bergsteig-Erfahrung wegen der kurzen freien Kletterpassagen auf dem Weg zum Einstieg. Variante für den Abstieg: ab der Santnerpass Hütte erreicht man gleich unterhalb des Klettersteig-Ausstieges die Re Alberto-Gartlhütte und die Vajolet Hütte (Wegweiser 542s). Hier setzt man die Wanderung auf der befahrbaren Straße fort, bis zur Abzweigung mit Richtung Coronelle Pass (Wegweiser 541). Ein steiler Weg führt zum Pass hinauf (Wegweiser 550) und auf die andere Seite wieder steil hinunter zur Fronza Hütte. Bei dieser Variante muss man mit zusätzlichen 430 Höhenmetern und 1 ½ Stunden im Aufstieg und 560 Höhenmetern und 1 ½ Stunden im Abstieg rechnen.

Eigenschaften:

Kurzer und durchgehend mit Stahlseilen gesicherter Klettersteig. Kurze Leiter auf einer vertikalen Felswand. Zugang teils auf einem ausgesetzten Steig, kurze Abschnitte im Freiklettern (I und II Grad). Im Frühjahr kann der Schnee in der einst berüchtigten vereisten Halde lange halten. Die Überquerung auf dem harten Schnee ist meist durch ein Seil erleichtert, man sollte aber trotzdem mit Vorsicht voranschreiten.


Catinaccio d’Antermoia–Kesselkogel, 3002 m – Westlicher Klettersteig

Antermoia–Kesselkogel Westlicher Klettersteig

Technische Eigenschaften:

Abstieg auf kurzer, aber ausgesetzter Leiter, Abschnitte zum Freiklettern (I Grad), der Rest schlängelt sich auf mit Stahlseilen gesicherten Steigen.

Einstufung der Route:

60 % mit Stahlseil, 1 % mit Leitern, 13 % leichtes Klettern, 26 % auf Steigen.

Gesamter Höhenunterschied im Aufstieg:

1020 m, 4 Std.

Höhenunterschied bis zum Klettersteig-Einstieg:

35 m /45 Min. im Abstieg, 715 m/1 ¾ Std. im Aufstieg – Gesamtgehzeit 2 ½ Std.

Höhenunterschied Klettersteig:

305 m, 1 ½ - 1 ¾ Std.

Abstieg:

entlang des östlichen Klettersteiges. Auf dem Grat des Gipfels folgt man dem Wegweiser in Richtung Süden und steigt teils auf gesichertem Wege (Stahlseil und Leiter) teils auf Steigspuren zum Kar des Antermoia hinunter. Ab hier geht’s auf gutem Weg in Richtung Süden zum Antermoia Pass und weiter hinunter zum Passo Principe–Grasleitenpass. Gesamtgehzeit für den Rückweg bis zur Seilbahn Ciampedie: 3 ½ Stunden.

Gesamtgehzeit:

7 ½ - 8 Std.

Wanderkarte:

TABACCO, Blatt 06, Val di Fassa

Zufahrt:

vom Eggental über den Karerpass oder durch das Fassatal erreicht man Vigo di Fassa, wo sich die Talstation der Seilbahn Ciampedie befindet (obere Dorfseite)

Zugang zum Klettersteig:

ab der Seilbahn erreicht man die Gardeccia Hütte, 1963 m, entlang der befahrbaren Straße mit der Markierung N. 540. Hier folgt man der Wegmarkierung N. 546 in Richtung Vajolet Hütte, 2243 m, um dann auf dem Weg N. 584 zum Passo Principe-Grasleitenpass hochzusteigen. Die Passo Principe-Grasleitenhütte, 2601 m, ist von Mitte Juni bis Ende September geöffnet.

Lage:

Sü-Westen

Empfohlene Zeit:

vom Mitte-Ende Juni bis Mitte-Ende September.

Hinweise zur Klettersteig-Route:

Interessante panoramareiche Tagestour für sehr geübte Bergsteiger. Die Routenvariante mit dem Abstieg entlang des östlichen Klettersteiges ist sehr lang und nicht zu unterschätzen. Besonders am Anfang des Sommers ist es ratsam, bei der Überquerung auf die Schneereste auf der östlichen Felswand achtzugeben. Auf den schrägen Felsbändern können die Sicherungsseile noch eingeschneit sein. In diesem Falle empfiehlt es sich, entlang des westlichen Klettersteiges abzusteigen.

Eigenschaften:

Ab dem Ciampedie ist der Weg zum Klettersteig-Einstieg relativ lang. Die Übergänge im Freiklettern erfordern absolute Trittsicherheit sei es im Aufstieg als auch im Abstieg. Für diese Überquerung sind ausgezeichnete Wetterverhältnisse und Bergsteigerfahrung ein absolutes Muss.


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